Als Militär-Adjutant bei Heinrich Himmler
Schon zu diesem Zeitpunkt besitzt Peiper einen beinah legendären Ruf als Panzerführer.
Geboren wird er am 30.1. 1915 in Berlin. Nach dem Besuch der Oberrealschule in Berlin, die er ohne Abschluss 1933 verläßt, gehört wenig später, am 12. Oktober 33 dem 1. SS Reitersturm an. Am 23. Januar 1934 ist er bereits ein Mitglied der SS Verfügungstruppen. Anschließend folgt der Besuch der SS Trainings Schule in Jüterbog, sowie der SS Offiziersschule in Braunschweig. Am 20. April 1934 wird er als Unterscharführer in die Leibstandarte Adolf Hitler übernommen. Sein neuer Chef für die nächsten neun Jahre wird Sepp Dietrich.
Im April 1938 wird er zum Untersturmführer (Leutnant) befördert. Ein Jahr später fordert ihn Reichsführer Heinrich Himmler als Verbindungs-Offizier zu den SS Verfügungstruppen in seinem Stab an. Am 3. September betritt er den Reichsführer SS Sonderzug, genannt „Heinrich“ und verfolgt den Blitzkrieg aus einer Eisenbahnstellung in Schlesien in der nähe der polnischen Grenze.
Anfang Mai 1940 entläßt ihn Himmler, um ihm die Gelegenheit zu geben, sich die Sporen im Feld zu verdienen. Peiper übernimmt die 11. Kompanie seines alten Bataillons der Leibstandarte. Für seinen Einsatz bei dem Angriff auf den Aa Kanal und weiteren Aktionen in der Nähe von Vichy wird ihm das Eiserne Kreuz 1. & 2. Klasse verliehen.
Nach diesem Intermezzo sichert sich Himmler erneut die Dienste Peipers. Diesmal als 1. Militär Adjutant. Offensichtlich hat der Reichsführer SS Gefallen an Peiper gefunden. Es ist ganz offensichtlich, dass Peiper während dieser Zeit Kenntnis vom Genozid bekommen hat, denn es gibt einen photographischen Beweis, der ihn zusammen mit Himmler im KZ Mauthausen zeigt. Er ist es auch, der den Auschwitz Kommandanten Höss zu einem Treffen mit Himmler befiehlt. Bei diesem Treffen unterrichtet Himmler Höss von Hitlers Befehl Auschwitz zum Zentrum der „Endlösung“ zu machen. Ende Juni 1941 verlegt Himmler seinen Sonderzug nach Angerburg in der Nähe der Wolfsschanze. On dort aus hat Peiper besten Einblick in die Operationen. Aber auch in die Aktionen der SS-Einsatzgruppen, die hinter der Front Massenerschießungen durchführen.






