Rache für Sadova
Die Situation in Europa nach 1866 wurde von vielen Beobachtern im eigenen Land wie auch im Ausland als eine Übergangszeit betrachtet. Der französische Kaiser Napoleon III. hatte bereits im Vorfeld des Deutschen Krieges (1866) versucht, Vorteile aus der Rivalität zwischen Österreich und Süddeutschland gegenüber Preußen zu schlagen, indem er mit beiden Seiten über ein mögliches Eingreifen oder eine französische Neutralität verhandelte. In diesen Bruderkrieg konnte Frankreich aufgrund des schnellen Sieges von Preußen aber dann gar nicht eingreifen. Kaiser Napoleon sah dies indirekt als eine französische Niederlage an; der Ruf nach „Rache für Sadova (Königgrätz)“ kam in Frankreich auf.
Statt die Machtstruktur in Deutschland zu schwächen, ging Preußen gestärkt aus dem Konflikt hervor. Als Folge des Deutschen Krieges wurde der Norddeutsche Bund geschaffen, was in Frankreich als weitere Provokation angesehen wurde. Bismarck hatte Napoleon III. zwar zugesagt, das Bündnis nicht über den Main hinaus zu erweitern, es wurden jedoch ergänzend zu den Friedensverträgen mit den Süddeutschen Staaten geheime „Schutz- und Trutzbündnisse“ (gegenseitige Verteidigung im Falle eines Angriffskriegs).
Angesichts der anwachsenden eigenen Schwäche und einer nicht Preußen freundlichen Haltung der französischen Regierung, spitzte sich die Lage zu. Bismarck war mehr und mehr davon überzeugt, dass früher oder später aus dem kalten ein heißer Krieg mit Frankreich werden würde und dass gleichzeitig solch ein Konflikt unwiderruflich einmalige Möglichkeiten bot, die deutsche Einheit nach seinen Vorstellungen zu vollenden. Vorausgesetzt, Einmischung von außen fände nicht statt und die Situation entglitte nicht seiner Kontrolle. Der Vorwand ergab sich 1867 hatten spanische Militärs die Königin Isabella II. abgesetzt. Seitdem suchten die Spanier in den europäischen Fürstenhäusern nach einem Kandidaten, den das Parlament zum König wählen könnte. Ein viel versprechender Kandidat war Prinz Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen, Spross einer süddeutschen Nebenlinie der Hohenzollern. Er war gemäßigt katholisch, wenig ehrgeizig und zudem mit Napoleon verwandt. Der Prinz selbst hatte wenig Ambitionen auf den spanischen Thron, ließ sich aber 1870 von Bismarck überreden, die Kandidatur anzunehmen. Auch König Wilhelm gab, wenn auch widerstrebend, seine Zustimmung.
Sowohl Bismarck als auch Napoleon spielten mit der Kandidatur, um die jeweils andere Seite zu provozieren und ihr eine diplomatische Niederlage beizubringen. Napoleon war mehr als jeder andere Monarch in Europa von der Unterstützung des Volks abhängig, und es galt gleichzeitig, gravierende innenpolitische Mängel zu überdecken. Deshalb suchte Napoleon sein Heil weiter in der Außenpolitik, von der er sich Erfolge erhoffte, die seine Popularität weiterhin sichern sollten.
Bismarck wiederum hoffte, nationale Begeisterung zu erzeugen. Beide Seiten wussten natürlich auch, dass sie mit der Kriegsgefahr spielten. Als die Kandidatur offiziell bekannt wurde, reagierte man in Frankreich überrascht und bereitwillig empört über das Ansinnen, Frankreich mit einem deutschen König in Spanien in den Rücken zu fallen. Der Außenminister, Herzog von Gramont, hielt eine leidenschaftliche Rede im Parlament, in der er mit Krieg drohte.
Die Emser Depesche
Der preußische König Wilhelm I. und Prinz Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen zogen daraufhin die Kandidatur zurück, zur Enttäuschung vieler Deutscher. Anstatt sich mit diesem diplomatischen Sieg zu begnügen, verlangte Gramont von König Wilhelm zusätzlich eine Entschuldigung und das Versprechen, nie wieder einer hohenzollernschen Thronkandidatur in Spanien zuzustimmen. Die Forderungen wurden nicht nur über normale diplomatische Kanäle gestellt, sondern auch direkt vom französischen Botschafter Graf Benedetti an Wilhelm selber, auf der Kurpromenade in Bad Ems.
Der König reagierte auf die an ihn herangetragenen Forderungen höflich und reserviert, er habe noch keine neuen Nachrichten bekommen, weitere Audienzen seien unnötig. Der preußische Beamte im Gefolge des Königs, Heinrich Abeken, berichtet darüber in einer Depesche an Otto von Bismarck, den preußischen Ministerpräsidenten und Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes. Dieser hat die telegrafische Nachricht seines Mitarbeiters über die Unterredung gekürzt, so dass sowohl das Auftreten Benedettis als auch die Ablehnung des Königs schroffer aufgefasst werden konnten. Die Veröffentlichung dieser Emser Depesche am 13. Juli in der Norddeutschen Presse nahm die französische Öffentlichkeit, wie angesichts der gespannten Lage zu erwarten, als Provokation und Kriegsgrund auf. Am nächsten Tag antworteten die Franzosen mit der Mobilisierung gegen Preußen. Die offizielle Kriegserklärung folgte am19. Juli.
In der öffentlichen Meinung galt Frankreich daraufhin als der Aggressor. Die Neue Züricher Zeitung nannte am 17. Juli 1870 Napoleon III. gar den “Unterdrücker in Europa”. Bismarck hingegen hatte diese französische Antwort auf seine Veröffentlichung der geänderten Depesche richtig einkalkuliert, denn nur bei einem Angriff von außen konnte er die bestehenden militärischen Beistandsbündnisse der einzelnen süddeutschen Staaten einfordern und damit sein politisches Ziel, ein „kleindeutsches Reich“ unter Preußens Führung, erreichen.
Wie Bismarck waren auch die Franzosen nach dem Sieg der Deutschen über die Österreicher im Jahre 1866 sicher, dass in Zukunft ein Waffengang zwischen den beiden Ländern unausweichlich wäre. Sofort unternahm man eine Reform der Streitkräfte und die Ausrüstung und Waffen der Armee wurden auf den neuesten Stand gebracht. Ein neues Gewehr, das Chassepot, wurde eingeführt, die Artillerie verbessert, und ein neues Maschinengewehr, die Mitrailleuse, in Dienst gestellt. Die Mitrailleuse bestand aus bis zu 37 Gewehrläufen welche, zylindrisch angeordnet, auf einer normalen Geschützlafette montiert waren. Geladen wurde sie mit 11 mm Chassepot Munition, die man auf einer Scheibe angeordnet zwischen Läufe und Abschussmechanismus klemmte, was das Laden und Abfeuern aller Läufe zur gleichen Zeit ermöglichte.
Zunächst versprach man sich viel von der neuen Erfindung, sie sollte bis zu 125 Schuss pro Minute abgeben können und dabei auf über 1500 m präzise sein. Im Einsatz erwies sich die Mitrailleuse jedoch bald als eher unpraktisch. Sie war mit bis zu 900 kg einfach zu schwer, das Beladen der Scheiben dauerte zu lange und der Abschussmechanismus galt als unzuverlässig und störanfällig. Daher wurde sie bald durch zuverlässigere Waffen wie das Maxim-Maschinengewehr ersetzt.
Das Chassepot Gewehr war nach ihrem Erfinder, Antoine Alphonse Chassepot (1833 – 1905) benannt. Seit 1857 hatte er verschiedene Experimental-Hinterlader konstruiert und schließlich wurde seine Erfindung als das Standardgewehr der französischen Armee auserwählt.
Das Zündnadelgewehr war eine Erfindung des Büchsenmachers Johann Nicholas von Dreyse (1787 – 1867). Er begann bereits 1824 mit seinen Experimenten und stellte 1836 das Zündnadelgewehr vor. Friedrich Engels, den man auch den ersten marxistischen Militärwissenschaftler nannte und der den Spitznamen „General“ trug, schrieb über das Zündnadelgewehr: „Es wurde von einem Zivilisten, Herrn Dreyse aus Sömmerda in Preußen, erfunden. Nachdem er zuerst die Methode entwickelt hatte, eine Schusswaffe durch eine plötzlich in die in der Patrone enthaltene Explosivmasse eindringende Nadel abzufeuern, vollendete er seine Erfindung schon 1835, indem er einen Hinterlader konstruierte, der mit diesem Nadel zündenden Mechanismus versehen war. Die preußische Regierung kaufte sofort dieses Geheimnis auf und bewahrte es erfolgreich, bis es 1848 publik wurde.
Inzwischen entschloss sie sich, im Kriegsfall ihre gesamte Infanterie mit dieser Waffe auszurüsten und fuhr fort, Zündnadelgewehre herzustellen. Die Patrone enthält Kugel, Pulver sowie die Explosivmischung und wird ungeöffnet in die Kammer gebracht, die etwas größer ist als der gezogene Lauf. Eine einfache Handbewegung schließt den Verschluss und spannt zugleich die Schusswaffe. Hinter der Ladung, in einem hohlen, eisernen Zylinder, liegt eine starke, spitze Stahlnadel, die durch eine Spiralfeder in Bewegung gesetzt wird. Das Spannen der Waffe besteht lediglich darin, diese Feder zurückzuziehen, zusammenzupressen und festzuhalten. Wenn am Abzug gezogen wird, setzt er diese Feder frei, die sofort vorwärts schnellt, auf die Patrone aufschlägt und augenblicklich die Explosivmischung entzündet; dadurch wird die Ladung abgefeuert. So besteht das Laden und Feuern mit
dieser Waffe nur aus fünf Bewegungen: Verschluss öffnen, Patrone hineinstecken, Verschluss schließen, die Waffe in Anschlag bringen und Feuern. Kein Wunder, dass mit einer solchen Waffe fünf wohl gezielte Schüsse in einer Minute abgegeben werden können.“
dieser Waffe nur aus fünf Bewegungen: Verschluss öffnen, Patrone hineinstecken, Verschluss schließen, die Waffe in Anschlag bringen und Feuern. Kein Wunder, dass mit einer solchen Waffe fünf wohl gezielte Schüsse in einer Minute abgegeben werden können.“
Ab 1841 wurde es zunächst in der preußischen Armee, später auch in anderen deutschen Armeen eingeführt. Im Feld zeigte die Waffe diverse Mängel. Die effektive Reichweite im Vergleich zu zeitgenössischen Frontladern und zu dem Chassepot war zu kurz. Eine erhebliche Menge Gas entwich am Verschluss, sobald sie mit Papierhülse abgefeuert wurde. Ein verbessertes Modell, mit erhöhter Mündungs- und verbesserter Ladegeschwindigkeit wurde eingeführt aber bald von dem neuen Mauser-Gewehr abgelöst.
Die entscheidende Entwicklung der damaligen Waffentechnik war jedoch die Einführung der neuen Krupp Kanonen in das deutsche Heer. Diese Geschütze waren mit einem Rundkeilverschluss und gusseisernen Rohren ausgerüstet, die über eine doppelt so große Reichweite verfügten wie die damals gebräuchliche Bronze-Kanone. Dazu kam die Neuentwicklung eines sauberen, rauchlosen Pulvers, die die Feuergeschwindigkeit erhöhten. Diese Kanonen wurden zu Hunderten im deutsch-französischen Krieg eingesetzt.
Weitreichende Reorganisationen innerhalb der französischen Armee wurden in Gang gesetzt, die aber Zeit benötigten, um Wirkung zu zeigen. Um den erwarteten Beginn der Auseinandersetzungen zu verzögern, begann man mit der Bildung neuer Allianzen. In der ersten Woche des Juni 1870 schickte Napoleon III General Lebrun zu geheimen Verhandlungen nach Wien. Er sollte einen gemeinsamen Operationsplan mit den Österreichern gegen Preußen ausloten. Italien sollte ebenfalls Teil dieser Allianz werden und man kam überein, im Kriegsfall die französischen Truppen im nördlichen Bayern zu konzentrieren wo die österreichischen und italienischen Truppen sich mit den französischen vereinigen sollten, um gemeinsam über Jena nach Berlin zu marschieren. Inwiefern sich Italien und Österreich tatsächlich auf dieses Abenteuer einließen ist ungewiss. Der Kaiser Napoleon zumindest glaubte zweifelsohne an ihre Aufrichtigkeit.
Um einen Zweifrontenkrieg zu vermeiden, wollte Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke (1800-1891), Generalfeldmarschall, preußischer Heerführer 1858-1871 und Chef des preußischen Großen Generalstabs jegliche Form von Aggression vermeiden. Nachdem die Mobilisierung in Übereinstimmung mit Vereinbarungen des „Schutz- und Trutzbündnisses“ zwischen den Armeen des Norddeutschen Bundes und den süddeutschen Staaten Baden, Hessen-Darmstadt, Württemberg und Bayern abgeschlossen war, kommandierte von Moltke und Preußen ein Heer von 462.000 und eine Kavallerie von 56.800 Mann. Nach den Kalkulationen des preußischen Generalstabes würden sie voraussichtlich auf 336.000 Franzosen treffen.
Berlin und Süddeutschland waren erfüllt von Patriotismus, der hauptsächlich durch die französische Agitation wegen des Thronverzichts des Hohenzollern Prinzen geschürt wurde. Nachdem die Kriegserklärung eingetroffen war, versuchte Bismarck auf diplomatischen Wege, Österreich, Italien, England, Russland und Dänemark zur Neutralität zu verpflichten, so dass der Konflikt ausschließlich zwischen Frankreich und den deutschen Staaten begrenzt wurde.
Der Patriotismus schlug wegen der französischen Agitation in Berlin und Süddeutschland hohe Wellen. Doch blieb das “Kriegsfieber” nicht nur auf nationalistische Zirkel beschränkt, sondern infizierte alle politischen Gruppierungen und Gesellschaftsschichten nicht nur in den deutschen Staaten, sondern auch Deutsche im Ausland. Dadurch wurde der Krieg zum Instrument nationaler Sehnsüchte. Doch Wilhelm I hatte auch seine Zweifel, wie er in einem Brief an Königin Augusta formuliert: „Mich erfüllt eine komplette Angst bei diesem Enthusiasmus, denn was für Chancen bietet nicht der Krieg, wo all dieser Jubel oft verstummen könnte – und müsste!“
Mit der Kriegserklärung vom 19. Juli wollte Napoleon III. die Initiative ergreifen und in Deutschland einmarschieren, doch sehr schnell fand er heraus, dass die Bewegungen des deutschen Heeres zu schnell für ihn waren. Grund dafür war die Nutzung der Eisenbahn zur schnellen Truppenverschiebung.
Sobald die Eisenbahn als Transportmittel aufkam, erregte sie natürlich das Interesse des Militärs. Schon 1836 wurde eine Kommission aus preußischen Offizieren und Beamten gebildet, die die Bedeutung der Eisenbahn für militärische Zwecke untersuchen sollte. Es wurde festgestellt, dass die Eisenbahn „in militärischer Beziehung alle Beachtung“ verdiene und es wurden einheitliche Normvorschriften hinsichtlich Dimensionierung und Belastbarkeit gefordert. Schon 1839 wurden in Preußen die ersten Truppentransporte durchgeführt. 8.000 Mann Garde-Infanterie wurden in 10 Zügen von Potsdam nach Berlin transportiert. Den ersten Einsatz von Eisenbahntransporten in „Kriegszeiten“ in Deutschland datieren aus dem Jahre 1849, als zur Niederschlagung badischer und pfälzischer Revolutionäre die preußischen Truppen mit der Eisenbahn durch Südwestdeutschland transportiert wurden.
Das internationale Geschehen wurde natürlich von der deutschen Militärführung aufmerksam beobachtet. In Deutschland war es Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke, der die strategische Bedeutung der Eisenbahn erkannte und im Generalstab 1864 eine eigene Eisenbahnsektion einrichtete. Diese hatte, entsprechend der politisch-strategischen Lage, ständig die Zeittafeln für den Bahntransport fortzuschreiben. Ging man 1859 noch von 42 Tagen von der Mobilmachung bis zur Operationsbereitschaft der Truppen aus, so konnte 1866 die Zeitdifferenz auf 25 Tage reduziert werden. Erstmals Bedeutung bekam dies im Krieg gegen Österreich. Für den Aufmarsch in Böhmen standen den Österreichern eine Eisenbahnlinie zur Verfügung mit einer Einsatzbereitschaft nach 45 Tagen, den Preußen aber fünf Linien. Dies hatte allerdings den Nachteil, dass die Ausgangsfrontlinie auf über 300 Kilometer ausgedehnt wurde, was sie sehr verwundbar machte. Hierfür wurde Moltke von seinen Fachkollegen heftig getadelt. Der schnelle Eisenbahnaufmarsch der Preußen machte aber diesen Nachteil wieder wett. Moltke prägt hierfür dann den Begriff "Getrennt marschieren - vereint schlagen". So waren die Preußischen Truppen schon im Einsatz, als die Österreicher noch im Aufmarsch waren. Die Umfassung der Österreicher bei Königgrätz war maßgeblich durch den schnellen Aufmarsch erst möglich. 1870/71 hatte der Eisenbahnaufmarsch eine entscheidende Bedeutung. War in der Planung 1869 noch von 24 Tagen Zeitdifferenz von der Mobilmachung bis zur Operationsbereitschaft ausgegangen, waren es dann zu Kriegsbeginn nur noch 20 Tage. Die Franzosen brauchten sechs Wochen.
Die erste wichtige Schlacht wurde am 4. August 1870 in Weißenburg, dem nördlichem Eingangstor zum Elsass geschlagen. Der deutsche Sieg kostete die Franzosen mehr als 1.000 Mann. Die Franzosen wurden zurückgedrängt und nun wurden die Deutschen zu Invasoren. Deutsche Siege wurden bis zum 18. August in Woerth, Spicheren, Colombey-Nouilly, Vionville, Gravelotte erfochten und die gegnerischen Verbände bis in den Großraum Sedan zurückgedrängt. Moltkes Beschreibungen der Ereignisse in seinem Werk „Geschichte des Deutsch-Französischen Krieges von 1870-71.“
Das 5. französische Korps kämpfte noch am 30. August bei Beaumont, da befahl General MacMahon bereits den Resten der Armee, sich über die Maas zurückzuziehen, und bei Sedan zu sammeln. Er hatte nicht vor, dort eine Schlacht zu schlagen, sondern wollte seinen erschöpften Truppen Gelegenheit geben sich zu erholen, und sie mit Nachschub und Munition zu versorgen. Seine Absicht war es, über Mezieres zurückzugehen, um sich mit dort mit General Vinoy´s 13. Korps zu vereinigen. Das 1. Korps, welches am Nachmittag Carignan erreichte, kommandiert zwei ihrer Divisionen ab, die bei Douzy das weitere Vorrücken der deutschen Armee beobachten sollten.
Der Rückzug der Franzosen offenbarte den Zustand der Armee. Die Soldaten verloren ihr Vertrauen in ihre militärischen Führer. Das tage- und nächtelange marschieren bei strömenden Regen, das für die Soldaten keinen Sinn ergab, die Niederlagen und die dürftige Versorgung untergrub ihre Moral und Selbstvertrauen.
Marschall MacMahon muss gewusst haben, dass die einzige Chance für seine Armee, oder zumindest Teilen von ihr, in einer weiteren Rückwärtsbewegung am 1. September lag. Natürlich wäre bei solch einem Manöver Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen mit seiner 3. Armee, die die Schlüssel zu allen Maasübergängen besaß, in seine Flanke gefallen und ihn bis zur Grenze zurückgedrängt, die nur zwei Kilometer entfernt lag. Dass MacMahon diesen Rückzug nicht riskierte lag neben dem politischen Druck der Regierung nach offensivem Handeln wohl auch an dem Zustand seiner Truppen. Zu einem geordneten Rückzug waren sie nicht mehr in der Lage, sie konnten nur noch an Ort und Stelle kämpfen.
Die Deutschen hingegen waren davon überzeugt, dass der Feind sein Heil in Mezieres suchen würde. Die Maasarmee (4. Armee) unter dem Kommando von Kronprinz Albert von Sachsen bekam den Befehl anzugreifen und sie aufzuhalten; die 3. Armee sollte auf dem rechten Ufer der Maas vorrücken und nur ein Korps auf dem linken Ufer zurücklassen.
Die rückwärtigen Verbindungen der Franzosen waren durch die Festung von Sedan, die Maas und den Tälern von Givonne und Floing bestens geschützt, doch musste diese Verteidigungslinie aber unter allen Umständen entschlossen verteidigt werden. Der Calvaire d'Illy (Kalvarienberg) war ein wichtiger Punkt, rückwärtig geschützt durch den Garennes Wald aus dem sich ein Höhenzug bis nach Bazeilles erstreckt. Dieser Höhenzug bot vielerlei Schutz in seinen Vorsprüngen und Vertiefungen. Die Ortschaft Bazeilles war zwar stark befestigt, aber nach dem Verlust der Maasbrücken von zwei Seiten verwundbar.
Die deutschen Truppen waren bereits in der Nacht zum 1. September in Eilmärschen herangekommen. Die 4., die Maasarmee, mit den I. und II. bayerischen, dem sächsischen und dem preußischen Garde Korps sollte gegen die östliche und südöstliche Front der Franzosen eingesetzt werden. Die 3. Armee rückte mit zwei Korps heran, überschritten bei Donchery den Fluss und wandten sich dann gegen das französische 7. Korps. Damit war der Grundgedanke der Einschließung erkennbar.
General von der Tann, Kommandeur des 1. bayerischen Korps, schickte um 04.00 morgens im Schutze heftigen Artilleriefeuers seine 1. Brigade über die Pontonbrücken gegen Bazeilles vor. Die Bayern stießen bald auf Barrikaden und wurden heftig aus allen Häusern beschossen. Die Kompanie, die am weitesten vorgestoßen war, kämpfte sich bis zum Nordtor vor und erlitt schwere Verluste, die übrigen wurden von der 2. Brigade des 12. französischen Korps in Straßenkämpfe verwickelt und aus den westlichen Teilen der Stadt vertrieben. Aus den südlichen Ortsteilen jedoch wurden immer wieder Angriffe vorgetragen. Weil beide Seiten ihre Truppen konstant verstärkten, die Franzosen sogar durch eine Brigade des 1. Korps und eine weitere des 5. Korps, hielten die Kämpfe stundenlang mit wechselndem Erfolg an. Die Schlacht um dieVilla Veurmann am Ende der Hauptstrasse, die die gesamte Strasse beherrschte, war besonders heftig. Auch die Zivilisten beteiligten sich am Kampf und wurden wie Soldaten hinweggemäht. Der französische Dichter Emile schrieb darüber in seinem Werk über den Krieg von 1870/71, La debacle (Der Zusammenbruch): „man sah ein junges Mädchen in kopflosem Lauf den Fahrdamm überqueren, ohne getroffen zu werden. Dann bekam ein Greis, ein mit einem Kittel bekleideter Bauer, der sich darauf versteifte, sein Pferd in den Stall zurückzubringen, eine Kugel mitten in die Stirn, und zwar mit solcher Wucht, dass er dadurch in die Mitte der Strasse geschleudert wurde. Das Dach der Kirche war durch eine darauf gefallene Granate eingeschlagen worden. Zwei weitere hatten Häuser in Brand gesetzt, die im grellen Licht unter dem Krachen des Gebälks loderten. Und die arme, neben ihrem kranken zermalmte Francoise, der Bauer mit der Kugel im Schädel, die Verwüstungen und die Brände brachten die Einwohner vollends außer sich, die lieber hier hatten sterben wollen, als sich nach Belgien zu retten. Bürger, Arbeiter, Männer im Paletot und in kurzer Jacke schossen wütend aus den Fenstern“.
Die große Anzahl Geschütze, die man auf den linken Höhenzug des Maas Tales geschafft hatte, konnten in den Kampf um das an mehreren Stellen brennende Bazeilles nicht eingreifen. Als die 8. preußische Division um 08.00 bei Remilly eintraf, war dies das Zeichen für General von der Tann seine letzte Brigade in den Kampf zu werfen. Der von Mauern umgebene Park von Monvillers wurde gestürmt und der Eingang zur Villa erzwungen. Gegen 09.00 überquerte die Artillerie auf den Brücken den Fluss und die 8. Division zur Unterstützung der Bayern bei La Moncelle, südlich von Beizelles, eingesetzt.
Prinz Georg von Sachsen hatte gegen 05.00 eine Vorausabteilung von sieben Bataillonen aus Douzy nach La Moncelle befohlen. Diese schossen die Franzosen aus der Ortschaft, anschließend schwenkten sie dann gegen Platinerie. Trotz heftigem Abwehrfeuer nahmen sie die Brücke und erstürmten ein Haus auf der anderen Seite der Givonne, das sofort zur Festung ausgebaut wurde. Nun war die Kommunikation mit den Bayern hergestellt und die Batterie der Vorhut wurde sofort am östlichen Abhang in Feuerstellung gebracht.
Gegen 06.00 wurde Marschall MacMahon von einem Granatsplitter aus La Moncelle getroffen. Er ernannte darauf hin General Ducrot zu seinem neuen Oberkommandierenden, obwohl durch diese Beförderung zwei ranghöhere Offiziere übergangen wurden. Als diese Nachricht General Ducrot gegen 07.00 erreichte, befahl er der Armee bei Illy für einen Rückzug auf Mezieres zu konzentrieren. Von seinem Korps beorderte er die Division Lartigue´s zur Deckung des Korridors bei Daigny; die Divisionen von Lacretelle und Bassoigne wurden befohlen den Kampf gegen die Bayern und Sachsen fortzusetzen, um Zeit für den Rückzug der Truppen zu gewinnen. Die Divisionen der zweiten Reihe begannen sofort sich nach Norden abzusetzen.
Der französische Kriegsminister hatte aber den erst kürzlich aus Algier zurückgekehrten General Emanuel Felix von Wimpffen an Stelle von General de Failly zum Kommandeur des 5. Korps ernannt und darüber hinaus zum Oberkommandierenden ernannt, sollte Marschall MacMahon ausfallen. Von Wimpffen wusste, dass sich die Armee des Kronprinzen bei Donchery verschanzt hatte und betrachtete daher den Rückzug als völlig unmöglich. Er wollte dagegen nach Carignan, da er glaubte die Bayern und Sachsen schlagen zu können, um sich mit den Kräften von Marschall Bazaine vereinen zu können. Als er von den Befehlen des Generals Ducrot hörte, und gleichzeitig beobachtete, dass ein französischer Angriff auf La Moncelle viel versprechend aussah, beschloss er seine Autorität einzusetzen. General Ducrot fügte sich widerspruchslos, wohl weil er froh war, von der schweren Last der Verantwortung befreit zu sein. Die Divisionen, die sich bereits auf Ducrots Anweisung sich bereits zurückzogen, wurden befohlen, die Bayern und Sachsen anzugreifen.
Gegen 07.00 morgens war ein sächsisches Regiment angetreten, um La Moncelle zu nehmen; ein weiteres beschäftigte sich mit dem auf der rechten Flanke vorgerückten Division Lartigue´s. Das Regiment war ohne Tornister marschiert und sträflicherweise nicht die Reservemunition mitgenommen. Demzufolge ging die Munition schnell aus und der mehrfach vorgetragene wütende Angriff der Zuaven (vom kabylischen Stamm der Zuauas aus der algerischen Provinz Constantine), der sich ausschließlich gegen die ungesicherte rechte Seite richtete, musste mit dem Bajonett abgewehrt werden. In der Zwischenzeit war Lacretelle´s Division herangekommen und griff in den Kampf im Givonne Tal ein. Ihre Scharfschützen zwangen die deutschen Batterien zum Rückzug, die jedoch sich nach einer Weile wieder eines Besseren besannen und die Franzosen wiederum angriffen. Wenig später standen sie wieder in ihren ursprünglichen Positionen.
Die 4. bayerische Brigade hatte unterdessen La Moncelle erreicht und die 46. sächsische Brigade war nicht mehr allzu weit entfernt. Damit konnte Bassoigne´s Vorstoß zum stehen gebracht werden. Wenig später bekam auch der heftig bedrängte rechte Flügel der Sachsen Unterstützung durch die 24. Division, die somit die Offensive wieder in Gang setzte. Die Franzosen mussten sich nach Daigny zurückziehen und verloren dabei auch noch fünf Geschütze. Als die Bayern den Druck verstärkten, gingen Daigny, die Brücke und der Gutshof La Rapaille verloren.
Es war nun 10.00 morgens und das Gardekorps war an der oberen Givonne angekommen. Sie waren vor Sonnenaufgang aufgebrochen und marschierten in zwei parallelen Kolonnen. Als sie den Kanonendonner von Bazeilles hören konnten, erhöhten sie ihre Marschgeschwindigkeit. Um auf dem kürzesten Weg Hilfe leisten zu können, hätte die linke Kolonne zwei tiefe Schluchten und den unwegsamen Chevallier Wald durchqueren müssen. Die Kolonne zog es daher vor, den Umweg über Villers-Cernay zu nehmen, dem Ort, den die andere Kolonne bereits passiert hatte, um sich an dem Kampf der Sachsen gegen die Division Lartigue zu beteiligen und ihr zwei Geschütze abzunehmen.
Die von General Ducrot zurück befohlenen Divisionen hatten ihre frühere Stellung am westlichen Abhang des Tals bereits wieder eingenommen, die daraufhin von dem östlichen Abhang aus von der 14. Batterie beschossen wurde. Zur gleichen Zeit, gegen 10.00, war auch das IV. Korps hinter Bazeilles mit der 7. bei Lamécourt, mit der 8. Division bei Remilly angelangt, und letztere hatte ihre Spitze bis zum Bahnhof vorgeschoben.
Der erste Versuch der Franzosen, östlich nach Carignan durchzubrechen, war gescheitert, aber auch der Rückzug westlich nach Mézières bereits verlegt. Von der 3. Armee, nämlich hatten das V. und XI. Korps nebst der württembergischen den Auftrag, nördlich nach der dorthin führenden Strasse vorzumarschieren. Die Truppen waren schon in der Nacht aufgebrochen, und hatten um 06.00bei Donchery und auf den drei Pontonbrücken weiter abwärts die Maas überschritten. Die vorauseilenden Patrouillen fanden die Strasse völlig frei und die heftige Kanonade, welche von Bazeilles erschallte, machte es wahrscheinlich, dass die Franzosen die Schlacht in ihrer Stellung bei Sedan angenommen hatten. Der Kronprinz befahl daher, dass beide bereits in der Höhe von Brigne angelangte Korps rechts abschwenken und auf St. Menges vorrücken sollten, während die Württemberger zur Beobachtung gegen Mézières stehen blieben. General von Kirchbach bezeichnete schon jetzt seiner Vorhut Fleigneux als nächstes Ziel, um ein Ausweichen des Feindes nach Belgien zu verhindern und um mit dem rechten Flügel der Maas Armee in Verbindung zu treten.
Der 800 m lange Engpass zwischen Berg und Fluss, durch den die Strasse nach St. Albert führt, war von den Franzosen unbesetzt und unbewacht geblieben. Erst beim Einrücken in St. Menges stieß die Vorhut auf eine feindliche Abteilung, die bald abzog, und entwickelte sich dann gegen Illy. Zwei Kompanien zur rechten drangen in Floing ein, wo sie sich gegen wiederholte Angriffe während der nächsten zwei Stunden ohne Unterstützung verteidigten.
Die zuerst eintreffenden preußischen Batterien hatten einen schweren Stand gegen die weit überlegenen bei Illy aufgefahrenen französischen. Anfang nur durch Kavallerie und durch wenige Kompanien Infanterie gedeckt, je nachdem diese sich aus dem Engpass von St. Albert herauswinden konnten bildeten sie ein verlockendes Ziel für die auf der genannten Höhe haltende Kavallerie Division Margueritte. Es war 09.00, als General Gallifet mit drei Regimentern Chasseurs d`Afrique und zwei Lancier Schwadronen in drei Gruppierungen formiert zur Attacke anritt. Der Stoß traf zunächst zwei Kompanien vom Regiment Nr 89, welches denselben auf 60 Schritt Entfernung mit Schnellfeuer empfing. Noch drang die erste Gruppe eine Strecke weiter vor, schwenkte dann aber aus der Mitte nach beiden Seiten ab und geriet in das Feuer der in den Büschen eingenisteten Unterstützungstrupps. Die preußischen Batterien schossen ihre Granaten in das Gewühl der französischen Reiter, welche unter großen Verlusten schließlich umkehren und Schutz im Garenne Wald suchen mussten.
Um 10.00, also zu dem Zeitpunkt, wo in Bazeilles und bei Daigny die Angriffe der Franzosen abgeschlagen wurden, fuhren bereits 14 Batterien des XI. Korps aufund neben dem Höhenrücken südöstlich von St. Menges auf, dem sich noch die des V. Korps anschlossen.
Starke Infanterie Kolonnen befanden sich im Anmarsch gegen Fleigneux, und so war um diese Stunde der Ring um Sedan beinah schon geschlossen. Das eine bayerische Korps mit seiner Artilleriereserve am linken Ufer der Maas genügte, um jeden Durchbruch des Feindes nach dieser Seite zu verhindern. Fünf Korps standen auf der rechten Flanke, bereit konzentrisch anzugreifen.
Unterstützt durch die Spitze des IV. Korps, rückten Bayern und Sachsen aus dem brennenden Bazeilles und von Moncelle her vor und trieben trotz heftiger Gegenwehr die östlich Balan stehenden Abteilungen des französischen XII. Korps bis gegen Fond de Givonne vor. Durch die Einnahme der Südspitze des von Illy sich herabsenkenden Höhenrückens und in Erwartung erneuter Angriffe des Gegners, wurde es als das Dringendste erachtet, die durcheinander geratenen Truppen verschiedener Korps erste wieder zu sammeln und zu ordnen. Danach ging die 5. bayerische Brigade gegen Balan vor.
Im Ort selbst stieß sie nur auf geringen Widerstand, aber erste nach heftigem Kampf gelang es, den am äußersten Ende befindlichen Schlosspark in Besitz zu nehmen. Von dort fächerte bald nach Mittag das vorderste Bataillon dicht vor den Festungswällen aus und begann einen Feuerwechsel mit deren Besatzung. So begann ein Feuergefecht gegen den Feind, der sich bei Fond de Givonne wieder festsetzen konnte. Gegen 13.00 erreichten Verstärkungen den Feind, der daraufhin nach einer Feuerüberfall der Artillerie und Mitrailleusen zur Offensive schritt. Die 5. bayerische Brigade wurde ein Stück zurückgeworfen, nahm aber, verstärkt durch die 6. Brigade, nach harten Kämpfen ihre alte Stellung wieder ein.
Unterdessen war das sächsische Korps im Tal nördlich der Givonne ausgefächert. Dort und in Haybes waren schon die Vorhuten des Gardekorps eingedrungen. Die preußische Artillerie zwang die feindlichen Batterien zu mehrfachem Stellungswechsel und brachte andere mit ihrem Feuer zum schweigen. Um sich Luft zu verschaffen, versuchten die Franzosen wiederholt mit starken Schützenschwärmen vorzugehen, wobei aber zehn Geschütze, die zwar nach Givonne hineinfahren, aber nicht mehr abprotzen konnten, als Beute genommen wurden. Schon wurde der Garennes Wald, trotz großer Entfernung, mit Artillerie bestrichen, da man in ihm große Truppenmassierungen festgestellt hatte.
Nachdem die Franctireurs de Paris aus Chapelle vertrieben waren, rückte die Garde Artillerie durch Givonne, dem Tal aufwärts folgend, vor und gegen Mittag hatten die Husaren die unmittelbare Verbindung mit dem linken Flügel der 3. Armee hergestellt.
Von dieser war nämlich die 41. Brigade von Fleigneux aus in das obere Tal der Givonne hinab gestiegen und schon hatte der Rückzug der Franzosen von Illy in südlicher Richtung begonnen. Dreißig bespannte Fahrzeuge, hunderte von herrenlosen umherirrenden Kavalleriepferden fielen in die Hände der 87er, die auch noch acht Geschütze unter Feuer erbeuten konnten. Daneben nahm die Kavallerie des V. Korps General Brahaut samt seinem Stab und versprengte Infanteristen gefangen und erbeuteten 150 Pferde, sowie 40 Munitions- und Gepäckwagen.
Von den Franzosen auch ein Versuch unternommen nach Floing durchzubrechen, aber dort war der dort stationierte schwache preußische Posten verstärkt worden, die den eingedrungenen Feind wieder vertrieb. Und nun kreuzte sich das Feuer von 26 Batterien der Maas Armee mit dem der am östlichen Talhang aufgefahrenen Garde Batterien. Die Wirkung war fürchterlich. Die französischen Geschütze wurden vernichtet, und viel Munitionswagen flogen in die Luft. General von Wimpffen hatte anfangs das Vorgehen der Deutschen von Norden her nur für eine Demonstration gehalten, gegen Mittag sich aber an Ort und Stelle von der Gefahr dieses Angriffes ein Bild gemacht. Er befahl nun, die beiden in zweiter Linie hinter der Givonne Front des I. Korps haltenden Divisionen nun doch wieder nach der Höhe von Illy zur Verstärkung Generals Douan abrücken sollten. Nach seiner Rückkehr zum XII, Korps, fand er dieses im vollen Rückzug nach Sedan vor und forderte nun General Douan auf, dringend Unterstützung in Richtung Bazeilles zu entsenden. Daraufhin wurde die Brigade Maussions und die von Dumont in Marsch gesetzt, wobei die letztere durch Conseil Dumesnil´s Division abgelöst wurde.
Alle diese sich kreuzenden Märsche vollzogen sich auf dem von zwei Seiten durch die deutsche Artillerie beherrschten Raum südlich des Waldes von Garenne. Die zurückweichende Kavallerie steigerte die Verwirrung und mehrere Bataillone kehrten in den unsicheren Schutz des Waldes zurück. Zwar besetzte General Douay, verstärkt durch Abteilungen des V. Korps, den Kalvarienberg erneut, musste diesen aber gegen 14.00 wieder räumen. Anschließend beschossen 60 Geschütze der Garde den dahinter liegenden Wald.
Nur die Division Liébert konnte sich in ihrer sehr starken Stellung auf den Höhen nördlich von Casal behaupten. Erst allmählich waren auf deutscher Seite bei Floing ausreichende Kräfte vom V. und XI. Korps zusammengezogen worden. Die erstiegen nun nach 13.00 teils den unmittelbar vor ihnen liegenden Berghang, teils wendeten sie sich südlich gegen Gaulier und Casal, während andere Abteilungen von Fleigneux herankamen. Diese Truppen gerieten nun derart durcheinander, dass eine einheitliche Führung nicht zustande kam und daher verlustreiche Kämpfe unausweichlich blieben. Doch von zweiten bedrängt und mit einem Granathagel überschüttet, erlahmte endlich die Kraft der Franzosen und da bereits die Reserven des VII. Korps bereist anderweitig im Einsatz waren, warf sich nun auch hier wieder französische Kavallerie opferbereit in die Schlacht.
Mit fünf leichten und zwei Lancier Regimentern eilte nun General Magueritte von Garenne Ewald zur Hilfe herbei. Als er gleich zu Beginn fällt, übernimmt General Gallifet das Kommando. Der Angriff führt über ungünstiges Gelände und bereits vor der eigentlichen Attacke geht im preußischen Flankenfeuer die Geschlossenheit verloren. Mit gelichteten Reihen, aber mit großem Angriffsgeist stürmen die Schwadronen einzeln an die teilweise in Deckung liegenden, teilweise in Gruppen und Knäueln an den Abhängen stehende 43. Infanterie Brigade und gegen die aus Fleigneux herankommende Verstärkung heran. Die vorderste Linie der 43. wird an mehreren Stellen durchbrochen und aus Casal durchbrechen kühne Reiter zwischen acht Geschützen, die ununterbrochen auf sie feuern, durch, bleiben dann aber von weiter hinter postierten Einheiten gestoppt. Französische Kürassiere brechen aus Gaulier hervor, fallen den Deutschen in den Rücken, werden dann aber von preußischen Husaren auf der Maas Ebene angegriffen, die sie nach Norden abdrängen. Andere Abteilungen dringen durch die Infanterie bis an den Engpass von St. Albert wo sie von den dortigen Bataillonen empfangen werden. Einige schaffen es, nach Floing einzudringen, werden aber im Ort Opfer der bayerischen 5. Jäger, die nach vorn wie nach hinten Front zu machen haben.
Diese Angriffe der Franzosen wiederholen sich über eine halbe Stunde mit immer schwächer werdendem Erfolg. Das auf kurze Entfernung sichere Feuer der deutschen Infanterie bedeckt das ganze Feld mit verwundeten und toten Reitern. Viele sind in die Steinbrüche oder die steilen Abhänge gestürzt, wenigen gelang es die Maas zu durchschwimmen und kaum mehr als die Hälfte derer, die den Angriff starteten, kehren in ihre Ausgangsstellung zurück.
Aber auch das große Opfer eines ruhmvollen Kampfes der französischen Kavallerie vermochte das Schicksal dieses Tages nicht mehr wenden. Die preußische Infanterie hatte durch Hieb- und Stichverletzungen im Kampf Mann gegen Mann nur geringe Einbußen gehabt und setzte nun sogleich den Angriff gegen die Division Liebert fort. Aber bei diesem Vorstoß erlitten sie große Verluste. So wurden zum Beispiel alle drei Bataillone des Regiments Nr. 6 durch Leutnants geführt. Aber nachdem Casal erstürmt worden war, zogen auch hier - nach lebhaftem Widerstand - die Franzosen um 15.00 an ihren letzten Zufluchtsort, dem Wald von Garenne, zurück.
In der Zeit, als zwischen 13.00 und 14.00 das Gefecht in Bazeilles einen anfänglichen günstigen Verlauf genommen hatte, war General von Wimpffen auf seinen ursprünglichen Plan zurückgekommen, die nun erschöpften Bayern über en Haufen zu rennen und sich mit I., V. und XII. Korps einen Durchbruch nach Carignan zu wagen, währen das VII. Korps diesen Vorstoß decken sollte. Aber die nötigen Befehle gingen dem Korps entweder gar nicht, zu spät oder dann zu, als sie schon nicht mehr ausführbar waren.
Infolge der schon früher erwähnten Anordnungen, waren nur noch die Divisionen Bassoige, Goze und Grandchamp verfügbar. Jetzt, gegen 15.00, drangen die beiden letzteren von Fond de Givonneaus über die Höhe westlich vor, und die sächsische 23. Division, die sich im Marsch Tal aufwärts auf dem linken Ufer er Givonne befand, sah sich ganz unerwartet durch geschlossene Bataillone und Batterien angegriffen. Unterstützt durch den linken Flügel des Gardekorps und das Artilleriefeuer vom östlichen Tal Hang, gelang es jedoch bald, die feindlichen Massen zurück zu werfen und selbst vorübergehend in Fond de Givonne einzudringen. Die Energie der Franzosen schien erschöpft zu sein, sie ließen sich zu Hunderten gefangen nehmen. Sobald die Höhen westlich der Givonne gesichert waren, fuhr auch die Artillerie dort auf und um 15.00 bildeten die 21 Batterien eine von Bazeilles bis vor Haybes reichende Geschützlinie.
Noch musste der Wald von Garennes genommen werden, in dem Abteilungen aller Korps und Waffengattungen herumirrten. Nach einer Salve erstieg von Givonne aus die 1.Gardedivision die Höhe, sächsische Bataillone schlossen sich an, während von Illy her der linke Flügel der 3. Armee anrückte. Es entstand ein wildes Durcheinander, bei dem sich einzelne Abteilungen der Franzosen heftig wehrten, andere sich zu Tausenden ergaben. Aber erst gegen 17.00 gelang den Deutschen die vollständige Einnahme des Waldes.
Unterdessen sah man bereits lange Kolonnen von den Höhen ringsum nach Sedan strömen. In und um der Stadt bildeten sich immer dichtere, irreguläre Haufen von Truppen, und in dies dichte Gewirr schlugen die Granaten der deutschen Batterien von beiden Ufern der Maas ein. Bald stiegen Feuersäulen über der Stadt auf und die bayerischen Schützen, die über Torccy vorgegangen waren, schickten sich an, die Palisaden am Tor zu übersteigen, als etwa gegen 16.30 weiße Fahnen auf den Türmen sichtbar wurden. Kaiser Napoleon hatte es abgelehnt, General von Wimpffen bei seinem Ausbruchsversuch zu folgen und ihn vielmehr aufgefordert, in Verhandlungen über einen Waffenstillstand mit dem Gegner zu treten. Auf erneuten Befehl schwieg dann plötzlich das Feuer der Franzosen.
Auf der Höhe südlich von Frénois, von wo der König seit dem frühen Morgen den Verlauf der Schlacht beobachtet hatte, erschien General Reille mit einem eigenhändigen Schreiben des Kaisers, dessen Anwesenheit in Sedan bisher nicht bekannt gewesen war. Napoleon legte seinen Degen in die Hand des Königs, aber da er sich hierdurch nur persönlich zum Gefangenen erklärte, wurde gefordert, einen bevollmächtigten Offizier zu schicken, der mit General von Moltke über eine Kapitulation verhandeln sollte. Diese schmerzliche Aufgabe wurde General von Wimpffen zu Teil, der für die verzweifelte Lage der französischen Armee, in die sie gebracht worden war, durchaus nicht verantwortlich war.
Die Verhandlungen fanden in der Nacht zum 2. September in Donchery statt. Die Deutschen durften nicht vergessen, nicht die gewonnen Vorteile nach dem Sieg über die Franzosen aus der Hand zu geben. Hatten die Franzosen schon den Sieg deutscher Waffen über Nichtfranzosen als Beleidigung empfunden, so konnte kein unzeitiger Großmut sie die eigene Niederlage vergessen machen. Daher blieb nur übrig, auf der Waffenstreckung und Gefangennahme der gesamten Armee zu bestehen, doch wurde Entlassungsgesuchen von Offizieren auf Ehrenwort nachgegeben.
General von Wimpffen erklärte sich außerstande, solch harte Bedingungen anzunehmen. Die Verhandlungen wurden abgebrochen und die französischen Offiziere kehrten um 01.00 nach Sedan zurück, wobei ihnen jedoch erklärt wurde, dass falls das Abkommen nicht bis 09.00 zustande käme, die Artillerie das Feuer wieder eröffnen würde. So wurde denn auch die Kapitulation am Vormittag des 2. Septembers unterschrieben.
Es ist schwierig nachzuvollziehen, warum die Deutschen den 2. September, an dem nichts Denkwürdiges geschah, feiern, war doch der 1. September der wirkliche Ruhmestag der Armee. Dieser glänzende Sieg hatte die deutschen Armeen 460 Offiziere und 8.500 Mann gekostet. Dagegen sind die Verluste der Franzosen um ein vielfaches größer. 17.000 fielen vor allem wegen der deutschen Artillerie, 21.000 gingen während der Kämpfe und anschließend 83.000 durch die Kapitulation in Gefangenschaft. An Kriegsbeute wurden erobert: drei Fahnen, 419 Feld- und 139 Festungsgeschütze, 66.000 Gewehre, über 1.000 Bagage- und Munitionswagen und 6.000 Pferde.
Der triumphale Sieg von Sedan am 2. September, die Kapitulation einer der beiden französischen Armeen und die Gefangennahme des französischen Kaisers verblüffte die Welt und vergrößerte das Prestige und die Popularität des preußischen Generalstabes. Die schnellen Erfolge der deutschen Armeen und ihr rascher Vormarsch in Frankreich ermutigte Deutschlands Erwartungen auf weitere Siege. War das erste Ziel die schnelle Niederlage des Gegners oberste Priorität, so zielten nun alle politischen und diplomatischen Anstrengungen auf die geographische Beibehaltung des Konfliktes. Vor den ersten Erfolgen der deutschen Armee hatte es Bismarck vermieden, auf die militärischen Führer Einfluss zu nehmen, doch nach Sedan sah die Sache anders aus. So wie er es sah, hatte sich der militärische Aspekt der Auseinandersetzung bereits entschieden. Seiner Meinung nach stand nur noch Napeoleon einem Friedensschluss im Wege.
In der Hütte eines Webers bei Donchéry, formulierte Bismarck seine Bedingungen für des Kaisers Kapitulation: alle Waffen mussten übergeben werden und die gesamte Armee würde gefangen genommen werden. Seine Schlüsselfrage war: „Wessen Degen hatte Napoleon übergeben? Das von Frankreich oder sein eigenes?“. Als der authorisierte französische Verhandlungsführer Henri-Pierre-Abdon Castelnau bemerkte, dass es nur das des Kaisers gewesen wäre, war klar, dass der Krieg weiterging. Vor allem aber bestand Bismarck auf ein „militärisches Faustpfand, um die militärischen Erfolge auch zu sichern“. Zunächst meinte er, dass die Kapitulationsbedingungen eine „reine Frage militärischer Streitpunkte“ wäre und überließ sie daher dem Chef des preußischen Generalstabs, Graf Helmuth von Moltke. Felix von Wimpffen als französischer Bevollmächtigter bestand vergeblich auf den Rückzug seiner Armee inklusive seiner Waffen, Wagen und Fahnen in ein von Preußen zu bestimmendes Gebiet oder nach Algerien, da Von Moltke auf die Gefangenschaft des gesamten Heeres bestand.
Da die Schlacht von Sedan keinen universell akzeptierten Partner, mit dem man einen Friedensvertrag hätte aushandeln können, übrig gelassen hatte, schien der Marsch auf Paris für die preußischen Befehlshaber unausweichlich. Von Moltke gab die entsprechenden Befehle am 2. September, nachdem Napoleon die Kapitulation unterschrieben hatte. Bismarck kritisierte die Entscheidung des Oberkommandos und unterstrich auch, dass er immer die Belagerung von Paris für einen Fehler hielt. Am 6. September erreichte das deutsche Hauptquartier in Reims die Nachricht, dass die kaiserliche Regierung entmachtet worden war. Die Kaisern musste den Thron aufgeben, eine provisorische Regierung ehemaliger Oppositionsmitglieder wurde gegründet und proklamierte eine Republik. Eine unblutige Revolution hatte in der Tat am 4. September stattgefunden, als eine Menschenmenge den Bourbonenpalast, den Sitz der Abgeordnetenkammer, gestürmt hatte. Im Pariser Rathaus hatten Mitglieder der Abgeordnetenkammer eine „Regierung der nationalen Verteidigung“ gegründet. Jules Favre übernahm das Außen- und Léon Gambetta das Kriegs- und Innenministerium. Bismarcks Problem war nun, mit wem man Friedensverhandlungen führen sollte.
Napoleon III. wurde inzwischen als Kriegsgefangener nach Kassel - Wilhelmshöhe gebracht, während 140.000 französische Gefangene auf eine Entscheidung warteten. Nach der Schlacht von Sedan waren nur noch die französische Rheinarmee, deren 170.000 Soldaten in Metz eingeschlossen waren, und die Garnison von Metz die einzig intakten Einheiten, wo hingegen die deutsche Besatzungsarmee, kommandiert vom preußischen Prinzen Karl, auf 200.000 Mann angewachsen war. Bismarcks Absicht war es, die Erfolge des Krieges, der noch nicht beendet war, zu zementieren. Am 24.Oktober entschied das französische Kriegskabinett in Metz sich zu ergeben und die Kapitulationsurkunde wurde am 27. Oktober in Übereinstimmung mit den Klauseln von Sedan unterschrieben. Die gesamte Armee marschierte in deutsche Gefangenschaft.
Angesichts des raschen deutschen Vormarsches auf Paris entschied sich der französische Außenminister Favre mit Bismarck zu treffen. Am 19. und 20. Oktober fand dieses Treffen, das zum Waffenstillstand in Versailles führen sollte, in Rothschild´s Schloss Ferrieres statt, die bis in den Januar 1871 dauern sollten. Da Favre nicht bereit war Staatsgebiete abzutreten, kam es im Rahmen dieser Gespräche zu keinem Ergebnis. Bismarck wollte unter keinen Umständen einen Friedenschluss auf den bisherigen militärischen Status Quo abschließen. Darüber hinaus glaubte das deutsche Hauptquartier an eine schnelle Entscheidung außerhalb von Paris. Eine von Bismarcks Forderungen war die Übergabe einer gewissen Schlüsselposition der Pariser Befestigungen um im Gegenzug die Versorgung der eingeschlossenen Stadt mit Lebensmitteln und der Wiederherstellung der Nachrichtenverbindungen mit den Provinzen. Favre wies diese Forderungen zurück. Die deutschen Forderungen heizten auch die patriotische Stimmung auf einen unbezähmbaren Widerstandswillen auf. Die Pariser Regierung glaubte von einer Niederlage weit entfernt zu sein und verlangte einen Waffenstillstand und Frieden zu ihren Bedingungen oder eine Fortführung des Krieges. Die Angriffslustigen waren immer noch unversöhnlich. Der 32jährige Innen- und Kriegsminister Gambetta galt als Verkörperung des Widerstandsgeistes. Mit einem Ballon hatte er Anfang Oktober die von den deutschen Truppen belagerte Hauptstadt Paris verlassen und sich in der Provinz sofort daran gemacht, neue Armeen auszuheben, die den Belagerungsring um die Hauptstadt sprengen und den Feind aus dem Land jagen sollten. Es gelang ihm, bei der Provinzbevölkerung patriotische Begeisterung zu entfachen und neue Truppen zu organisieren.
Obwohl die Nachschubprobleme, unter denen Paris litt, sich ständig seit der deutschen Belagerung vergrößerten, kollabierten die Verhandlungen Bismarcks mit Adolphe Thiers, dem Generalbevollmächtigten der provisorischen Regierung, Anfang November, die dadurch den Krieg verlängerten. Daneben hatte auch der Erfolg der Loire-Armee bei Coulmiers am 7. und 8. November die Stimmung des Kampfgeistes erhöht.
Mitte Oktober hatten die ministerialen Konferenzen der süddeutschen Staaten in Versailles mit dem Ziel begonnen, die Grundlagen eines „deutschen Reiches“ zu legen. Den Auftakt bildeten die Gespräche mit bayerischen Vertretern in Reims wo Bismarck ganz offen seinen Wunsch für „eine Vereinigung der deutschen Staaten zu einem föderativen Staat“ propagierte. Falls eine Einigung mit Bayern nicht zustande kommen sollte, würden sich Württemberg, Baden und Hessen dem Norddeutschen Bund anschließen. Falls sich Bayern dem Anschluss nicht verweigern würden, stellte Bismarck Prinz Ludwig besondere Konditionen in Aussicht.
Deutsche Artillerie begann mit der Beschießung Paris gegen Ende Dezember. Obwohl der Krieg weiterging, drängte Bismarck wegen der deutschen Einigung auf eine schnelle Entscheidung. Am 18.Januar 1871 wurde König Wilhelm im Spiegelsaal von Versailles zum Kaiser gekrönt. Nachdem französische Kräfte im Westen, Osten und schließlich im Norden Mitte Januar besiegt waren, setzten Favre und Bismarck ihre Friedensgespräche zwischen dem 23. und 28. Januar fort. Die Hauptstadt kapitulierte und legte die Waffen nieder, die Bombardierung von Paris beendet. Die Regierung der „Nationalen Verteidigung“ musste die Besetzung einiger Forts und die Übergabe der Pariser Garnison akzeptieren. Als ein Ergebnis der Friedensgespräche musste Frankreich das Elsass Elsass mit Ausnahme der Stadt Belfort und Teile Lothringens an Deutschland abtreten und fünf Milliarden Franken Reparation zahlen. Die hausgemachten Probleme, die zur Revolte und der Etablierung der Pariser Kommune am 18. März 1871 führten, wurden durch die deutschen Besatzungstruppen nicht gelöst.
Nach dem Sieg von Sedan fanden die Feierlichkeiten in der Hauptstadt statt.
Das Brandenburger Tor während der Feierlichkeiten.






















































